Welpenkrankheiten

 

Bei der Welpenaufzucht herrscht nicht immer nur eitel Sonnenschein

Solange der Welpe gesund ist, die äußeren Umstände stimmen und man täglich faszinierende Entwicklungsfortschritte beobachten kann,

ist die Welt des Hundehalters in Ordnung.

Manchmal verläuft die Aufzucht eines jungen Hundes jedoch nicht immer wie man es sich vorgestellt hatte und es können Probleme auftreten.

Es gibt viele Faktoren,

die das harmonische Beisammensein dramatisch beeinflussen können: Verletzungen, Krankheiten, Parasitenbefall und Unsauberkeit

können einen unerfahrenen Hundebesitzer regelrecht zur Verzweiflung bringen.

Prinzipiell sollte man sich in schwierigen Situationen einen Grundsatz zu Herzen nehmen:

Ruhe bewahren, nach den Ursachen forschen und gezielte Gegenmaßnahmen einleiten.

Verletzungen

Welpen toben ausgelassen über die Hundewiese und erkunden neugierig die große weite Welt.

Ihre Unerfahrenheit birgt ein gewisses Gefahrenpotential, welches von frischgebackenen Hundebesitzern leicht unterschätzt wird.

Ein unerfahrener Hund begibt sich bisweilen in riskante Situationen, welche viele ausgewachsene Vierbeiner instinktiv meiden würden.

Steilhänge, Flüsse mit Strömungen, Scherbenhaufen, die Hundehütte des Nachbarhundes,

streitsüchtige Artgenossen und andere Risikoherde beeindrucken einen unternehmungslustigen Welpen nicht im geringsten.

Greift der Hundehalter nicht rechtzeitig ein,

kommt es vielleicht zu einem Zwischenfall, der mit Verletzungen des unvorsichtigen Hundenachwuchses einhergeht.

In einer solchen Situation heißt es Ruhe bewahren.

Zuerst überprüft man, wie schlimm die Verletzung wirklich ist.

Viele Welpen erheben ein ohrenbetäubendes Gejaule, sobald sie den kleinsten Schmerz verspüren.

Manchmal entpuppt sich die lautstark beklagte "schwere Verletzung" als harmloser Kratzer.

Kein Risiko eingehen!

Kleine Wunden kann man selbst versorgen,indem man sie zu Hause gründlich reinigt und desinfiziert.

edoch Vorsicht: Besteht ein Infektionsrisiko, weil die Verletzung zu tief oder stark verschmutzt ist,

sollte man allerdings auf jeden Fall zum Tierarzt gehen und die Wunde dort behandeln lassen.

Beim geringsten Anzeichen einer Infektion ist umgehend erneut Kontakt zum Arzt anzuraten.

Nicht behandelte, infizierte Wunden können eine Blutvergiftung provozieren oder hartnäckige Abszess-Bildungen begünstigen.

Erste Hilfe

Hat sich der Welpe geschnitten oder so übel verletzt,die Wunde stark blutet,

muss der Besitzer eine Erste-Hilfe-Maßnahme einleiten.

Da jeder von uns einen Verbandskasten im Auto haben sollte, hat man in der Regel Kompressen und Verbände im Fahrzeug

(Vergessen Sie nicht, die fehlenden Teile umgehend zu ersetzen!).

Man versucht, die Blutung zu stoppen, indem man einen Druckverband anlegt.

Sie wissen nicht, wie das geht? Dann auf zum nächsten Erste-Hilfe-Kurs!

Ein Druckverband besteht aus einer sterilen Kompresse,

die sorgfältig auf die Wunde gelegt und mit einem Verband fixiert wird.

Um eine starke Blutung zu stoppen, muss der Verband relativ fest gewickelt werden.

Nach der provisorischen Versorgung sollte man sofort den Tierarzt aufsuchen, da die Wunde eventuell genäht oder geklammert werden muss.

Verstauchungen u. Zerrungen

Man tobt fröhlich mit seinem Hund über die Wiese,

wirft Bällchen (Stöckchen können Risiken bergen) und freut sich,

wie geschickt der junge Vierbeiner hinter dem "Flugobjekt" herjagt.

Doch plötzlich hat der Spaß ein Ende.

Der Kleine jault laut auf und humpelt kläglich blickend auf uns zu.

Ein Blick auf sein zitterndes Bein lässt unheil erahnen:

Unser Liebling hat sich eine schmerzhafte Verstauchung zugezogen!

Um auf Nummer sicher zu gehen, untersucht man als erstes die Pfote des Hundes.

Vielleicht steckt ja auch nur ein Dorn oder der Vierbeiner ist auf einen spitzen Stein getreten.

Befindet sich tatsächlich ein Fremdkörper in der Pfote,

sollte man versuchen, ihn vorsichtig herauszuziehen.

Zu Hause muss die betreffende Stelle dann gereinigt und sollte desinfiziert werden.

Ist keine äußerliche Einwirkung zu erkennen,

handelt es sich vermutlich tatsächlich um eine Verstauchung oder eine Zerrung.

Lahmt der Hund  und leidet offensichtlich an großen Schmerzen,

sollte er auf dem kürzesten Weg zum Auto befördert werden.

Ist der Hund noch relativ klein und leichtgewichtig, sollte man ihn tragen,

um eine zusätzliche Belastung des in Mitleidenschaft gezogenen Beines zu vermeiden.

Anhaltende Lahmheiten müssen in jedem Fall von einem Tierarzt untersucht werden.

Eventuell wird der Tierarzt eine Röntgenaufnahme anfertigen,

um Verletzungen des Knochens auszuschließen.

Anschließend kann er eine gezielte Behandlung einleiten.

Krankheiten

Das Immunsystem eines Welpen verfügt bei weitem nicht über die Abwehrkraft eines ausgewachsenen Hundes.

Viren und Bakterien haben bei einem jungen Hund leichtes Spiel.

Die Zeit, in welcher der Vierbeiner noch nicht völlig durchgeimpft ist,

gilt als besonders riskant. Solange der Welpe nicht grundimmunisiert ist,

sollte man etwaige Ansteckungsherde weitgehend meiden.

Abgesehen von bakteriellen oder durch Viren verursachten Erkrankungen,

die unser Welpe,auch durch den Kontakt mit anderen Artgenossen sich einfangen kann,gibt es auch gesundheitliche Schäden,

die durch falsche Haltungsbedingungen, eine unausgewogene Fütterung oder Parasiten entstehen.

Im einzelnen Fall ist zu überprüfen, welcher Faktor als Krankheitsauslöser in Frage kommt

Durchfall/Erbrechen

Anhaltender Durchfall und häufiges Erbrechen sind Anzeichen für eine gesundheitliche Störung.

Es gibt viele Auslöser,

die derartige Symptome hervorrufen und im Zweifelsfall sollte man seinen Tierarzt konsultieren,

um der Ursache des Übels auf den Grund zu gehen.

Häufig ist die Diagnose nicht sehr schwierig.

Zu schnelles hastiges Fressen oder direkt aus dem Kühlschrank verabreichtes Futter,

können beispielsweise Durchfälle und Erbrechen fördern.

Auch verdorbenes oder nicht auf den Welpen abgestimmtes Futter können als Auslöser in Frage kommen.

Vielleicht hat man den heranwachsenden Hund auch zu schnell von einer Futtersorte auf eine andere umgestellt?

Nicht zuletzt können natürlich auch Würmer an dem Dilemma schuld sein.

Handelt es sich tatsächlich um eine parasitäre Erkrankung,

weisen Durchfall und Erbrechen auf einen starken Wurmbefall hin,

gegen den umgehend etwas unternommen werden muss.

Erhöhtes Schlafbedürfnis und Lethargie

Welpen schlafen viel und fressen gerne.

Das ist völlig normal und wichtig für die Entwicklung des jungen Hundekindes.

Zeigt ein Welpe allerdings ein außergewöhnlich ausgeprägtes Schlafbedürfnis

und verhält sich im wachen Zustand desinteressiert oder sogar lethargisch,

sollte das Anlass zur Besorgnis geben.

Lustlosigkeit und ein erhöhtes Ruhebedürfnis können unter Umständen -

Anzeichen für einen Vitamin- und Mineralstoffmangel sein.

Auch Stoffwechselstörungen oder eine angeborene Stoffwechselkrankheit kommen als auslösende Faktoren in Frage.

Man sollte sich davor hüten, selbst eine endgültige Diagnose zu stellen. 

Nur ein Blutbild und eine eingehende Untersuchung des Welpen können definitiv Aufschluss über die Ursache der Erkrankung geben.

Nasen o. Augenfluss

Verkrustungen im Nasen- und Augenbereich sind Warnsignale.

Auch bei diesen Symptomen können die unterschiedlichsten Auslöser in Frage kommen.

Es ist beispielsweise möglich,

dass sich der Welpe einfach erkältet hat.

Gerötete Bindehäute weisen auf Zugluft hin und bekräftigen den Verdacht auf eine Erkältung.

Abklärung bei einem Tierarzt sollte selbstverständlich sein

Hautkrankheiten

Es gibt viele Arten von Hautkrankheiten,die sehr unterschiedliche Auslöser haben.

Pilze, Stoffwechselstörungen, Futtermittelunverträglichkeiten,

Parasiten und allergische Reaktionen gehören zu den häufigsten Ursachen.

Da Hautkrankheiten oft mit heftigem Juckreiz einhergehen

und das Allgemeinbefinden des Hundes stark beeinträchtigen,

sollte man so schnell wie möglich etwas gegen sie unternehmen.

Der Tierarzt wird verschiedene Wege aufzeigen.

Pilzbefall

Pilzbefall äußert sich durch kreisrunde Kahlstellen im Fell.

Der Haarausfall (Alopezie) kann sehr stark sein.

Allerdings gibt es auch Fälle, bei denen nur ein leichter Haarausfall zu beobachten ist.

Nach einiger Zeit bilden sich borkige,

flechtige Krusten auf den Kahlstellen und verursachen unter Umständen einen heftigen Juckreiz.

Zu Beginn der Mykose ist häufig kein Juckreiz vorhanden.

Hautschuppen und stumpfes Fell können weitere Symptome für eine Pilzerkrankung sein.

Meistens kommt es früher oder später zusätzlich zu nässenden Entzündungen (sogenannten Sekundärinfektionen), die durch Bakterien verursacht werden.

Pilze können sowohl die Haut des Hundes, das Ohr u.auch ihre inneren Organe befallen.

Mykosen sind bei Hunden allerdings wesentlich häufiger als der Pilzbefall innerer Organe.

Behandlung

Pilze werden mit fungiziden Salben, Sprays, Medikamenten und Waschlösungen behandelt.

Leider genügt es nicht, ausschließlich den Hund zu behandeln.

Der gesamte Wohnraum, die Schlafplätze des Vierbeiners, Bürsten, Kämme, Wolldecken...

Wer Pilzsporen ein für allemal ausrotten möchte, muss das gesamte Umfeld des Hundes mit in die Behandlung einbeziehen.

Da Pilze sehr hartnäckig ist, sollte man bei den ersten Anzeichen eines Befalls einen Tierarzt konsultieren.

Allergien

Allergien sind unter Hunden inzwischen fast ebenso stark verbreitet wie bei uns Menschen.

Ein angeschlagenes Immunsystem, Umweltgifte und Ernährungsfehler erhöhen die Allergie-Bereitschaft.

Die Symptomatik von Allergien ist weit gefächert: Haarausfall und auffällige Hautveränderungen gehören dazu.

Da es meistens schwierig ist, den Auslöser einer Allergie eindeutig zu bestimmen, gestaltet sich auch die Allergiebehandlung in erster Linie als Symptombekämpfung.

Damit ist natürlich nicht die Ursache des Problems beseitigt.

Eine Allergie-Therapie sollte schon darauf abzielen, die Ursache der allergischen Reaktion zu finden.

In Frage kommende Auslöser sollten rigoros vom Hund ferngehalten werden.

Eine zusätzliche Stärkung des Immunsystems (Sonnenlicht, Echinacea-Tropfen, frische Luft, Bewegung etc.)

sowie eine ausgewogene Ernährung unterstützen die Heilung der allergischen Reaktion und senken die Allergiebereitschaft.

Seit Jahren diskutieren Fachleute darüber, ob Allergien erblich bedingt sind o. ob sie

ausschließlich durch Umweltreize und Schwächungen des Immunsytems hervorgerufen werden.

Inzwischen wird tatsächlich auch eine genetische Disposition vermutet.

Hunde mit schlechter Hautpigmentierung (weißes Fell in Kombination mit heller Haut) neigen häufiger zu Allergien als dunkelhäutige Artgenossen.

Was natürlich nicht heißt, dass hellhäutige Hunde von diesem Problem betroffen sein müssen.

Ektoparasiten

Auch Parasiten können Erkrankungen der Haut hervorrufen.

Man unterscheidet Ektoparasiten, die sich auf der Haut oder im Fell des Hundes einnisten .

Endoparasiten, die bis in Körperhöhlen oder die inneren Gewebeschichten des Wirtes vordringen.

Ein Ektoparasitenbefall birgt immer die Gefahr, eine Endoparasiten-Infektion mit sich zu bringen.

Einige Ektoparasiten (Vektoren) übertragen die Endoparasiten nämlich durch Stiche und Bisse.

Obwohl es besonders im Anfangsstadium äußerst schwierig ist, einen Parasitenbefall festzustellen,

gibt es Anzeichen, die eventuell auf die Anwesenheit unerwünschter Schmarotzer hinweisen.

Die meisten Ektoparasiten sind relativ einfach zu entdecken.

Man sucht Haut und Fell des Welpen gründlich nach Veränderungen ab.

Rötungen, kleine dunkle Krüstchen und schwarze Punkte können auf einen Flohbefall hinweisen.

Zecken lassen sich im vollgesogenen Stadium leicht ertasten; im Frühstadium braucht man ein gutes Auge, um sie im Welpenfell aufzuspüren.

Behandlung

Ein parasitärer Befall erfordert eine umgehende Behandlung des Hundes.

Flöhen rückt man mit Kämmen, Pulvern, Sprays, Shampoos und Spülungen zu Leibe.

Flöhe können durchaus auch Allergien auslösen.

Welche Behandlung im jeweiligen Fall angebracht ist, sollte der Tierarzt klären. 

 

 



 

 
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